Heute - Flüchtlinge im Mittelmeer: NGOs schränken Rettungseinsätze ein -

37 Grad begleitet Titus (26) aus Berlin auf seiner ersten Mission an Bord eines Schiffes, das im Mittelmeer vor der Küste Libyens Flüchtlinge an Bord nimmt, die in Seenot geraten sind.

Die Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und Sea Eye schränken ihre Einsätze zur Rettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer ein. Ärzte ohne Grenzen und andere Seenotretter wollen den Forderungen der italienischen Regierung nicht zustimmen.

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Tagesschau -
Hilfsorganisationen setzen Einsätze im Mittelmeer aus

Die libysche Marine hatte am Donnerstag erklärt, ausländische Schiffe dürften die Küste des Landes ohne eine spezielle Erlaubnis der libyschen Behörden nicht mehr ansteuern.

Ein Team der Organisation soll weiterhin an Bord des Rettungsschiffs "Aquarius" von SOS Méditerranée zur medizinischen Versorgung von Geretteten bleiben.


T-Online -
Migration: Private Retter setzen Einsätze im Mittelmeer aus

Migranten, die keinen internationalen Schutz benötigten, in ihre Heimatländer zurückzuschicken, sei unerlässlich, um das öffentliche Vertrauen in das Asylsystem der EU zu wahren.

Wegen Sicherheitsrisiken im Mittelmeer vor Libyen unterbrechen einige Hilfsorganisationen ihre Missionen zur Rettung von Migranten. Nach der Ankündigung von Ärzte ohne Grenzen am Samstag zog die deutsche Organisation Sea Eye am Sonntag nach.


Krone -
Zwei NGOs ziehen ab: "Hinterlassen tödliche Lücke"

"Politische Extremisten, die im Mittelmeer NGOs angreifen sind ein klares Zeichen für Radikalisierungstendenzen in Europa", warnte Sobotka. Und fügte hinzu: "Wir müssen dieser Entwicklung klar entgegentreten und auf europäischer Ebene dafür Sorge tragen, dass sich die Situation auf dem Mittelmeer normalisiert und die Fluchtroute geschlossen wird."

Grund dafür sei eine veränderte Sicherheitslage, nachdem die libysche Regierung eine unbestimmte und einseitige Ausdehnung ihrer Hoheitsgewässer angekündigt hatte - verbunden mit einer ausdrücklichen Drohung an private NGOs, teilte die Gruppe aus Regensburg am Sonntag mit.


Nachrichten -
Ärzte ohne Grenzen setzen Mittelmeer-Rettungsmission aus

"Wir setzen unsere Aktivitäten aus, weil wir nun das Gefühl haben, dass das bedrohende Verhalten durch die libysche Küstenwache sehr ernst ist ... wir dürfen unsere Kollegen keiner Gefahr aussetzen", sagte der Chef von MSF Italien, Loris De Filippi, der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Hilfsorganisation wolle weiterhin mit der NGO SOS Mediterranee kooperieren, an Bord deren Schiffs Aquarius auch ein Team von Ärzte ohne Grenzen zur medizinischen Versorgung von Geretteten ist.


Tagesschau -
Ärzte ohne Grenzen setzt Rettungseinsätze im Mittelmeer aus

Wer glaubt die Schlepper seien daran interessiert, dass Flüchtlinge Festland erreichen und deshalb Rettungsorganisationen das begünstigen ist völlig naiv.""

Ärzte ohne Grenzen warf den europäischen Staaten vor, gemeinsam mit libyschen Behörden Migranten davon abzuhalten, einen Weg in die Sicherheit zu finden. Die jüngst beschlossene italienische Marine-Operation zur Unterstützung der libyschen Küstenwache sei ein weiteres "besorgniserregendes Element in einem zunehmend feindseligen Umfeld für lebensrettende Einsätze".


Krone -
Ärzte ohne Grenzen stoppt Mission im Mittelmeer

Loris De Filippi, Italien- Chef von Ärzte ohne Grenzen (Medecins Sans Frontieres, MSF), sagte am Samstag: "Wir setzen unsere Aktivitäten aus, weil wir nun das Gefühl haben, dass das bedrohliche Verhalten durch die libysche Küstenwache sehr ernst ist. Wir dürfen unsere Kollegen keiner Gefahr aussetzen."

"Wenn sich die Ankündigungen Libyens bestätigen und die Anweisungen in die Tat umgesetzt werden, kann das aus unserer Sicht zwei gravierende Folgen haben - es wird mehr Tote im Mittelmeer geben und mehr Menschen, die in Libyen gefangen sind", teilte Ärzte ohne Grenzen mit. Die Hilfsorganisation erklärte, man lasse zwar die "Vos Prudence" im Hafen, wolle aber weiterhin mit der NGO SOS Mediterranee  kooperieren, an Bord deren Schiffs "Aquarius" auch ein Team von Ärzte ohne Grenzen zur medizinischen Versorgung von Geretteten ist.



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